Im SPIEGEL: Der Feind in meiner Hand

10.08.2016 17:00

Medienberichte über Suchterscheinungen am Smartphone findet man derzeit wöchentlich. Außergewöhnlich prominent präsentiert das Thema allerdings der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe 32 (vom 6.8.2016): Er appelliert gleich auf dem Hefttitel: "Legt doch mal das Ding weg!"

Für den 5-seitigen Artikel "Der Feind in meiner Hand" fanden die Autoren eine besonders eindrucksvolle Perspektive für das Problem: nämlich die von Eltern, die für ihre heranwachsenden Kinder Lösungen zur Begrenzung der Smartphone-Nutzung suchen - oder eben auch nicht. Besucht und befragt wurden vier Familien aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus, deren Situation in einer bestimmten Hinsicht stets gleich ist: Wenn es nach den Kindern ginge, würden die ihre Smartphones kaum noch aus der Hand legen: WhatsApp, Snapchat, YouTube - bis in die Nacht. Lesenswert ist dabei besonders der Alltag von Serkan, Handyverkäufer auf der Reeperbahn, und seiner Familie in einem Hochhaus auf St. Pauli.

Wie sollte man umgehen mit dieser "großen Versuchung" - und sind wir Erwachsenen überhaupt besser? Der Artikel ergänzt die Erfahrungsberichte um einige Daten aus Studien und lässt die Antwort offen, welcher Smartphone-Umgang für die eigene Familie und die Entwicklung der eigenen Kinder der beste sein dürfte. Aber einen deutlichen Appell enthält am Ende dann doch der Ausflug in die psychologische Relevanz der Affektkontrolle, bei der es darum geht, nicht jedem Impuls nachzugeben: "Affektkontrolle ist elementarer Bestandteil einer intakten Persönlichkeit, sie muss erlernt werden wie das Laufen, das Sprechen, und es ist die vornehmste Aufgabe der Eltern, solche Dinge zu vermitteln, die nach guter alter Zeit klingen: Selbstkontrolle, Disziplin, Konsequenz." Für uns und unsere Smartphones bedeutet das im Schlusssatz des Artikels: "Vielleicht einfach mal weglegen, das Ding."

Den vollständigen Artikel findet man:

  • im gedruckten SPIEGEL, Ausgabe 32/2016, ab Seite 52,
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